Therapie

Methodik

Methodisches Vorgehen

jrudnik-brille_ausgeloestTherapie ist ein gemeinsames Forschen und Finden, der Vorgang des Heilens ein Er-Innern an das grundlegende Gesundsein. Die Diagnostik konzentriert sich am Auftrag der KlientInnen, den sich zeigenden Belastungsfaktoren und den Konsequenzen der gemeinsam gefundenen möglichen Lösungen. Die Diagnose ist ein Übersetzungsvorgang des Erlebens und Verhaltens in die Begriffswelt des ICD-10 (International Catalogue of Deseases), um Versicherungsansprüche geltend zu machen. Diese Einordnung kann entlasten, zeigt aber als solches nicht den Weg aus den als Leiden erlebten Zuständen.

Ich arbeite vor allem in der Gegenwart, weil sich Veränderung nur im Jetzt ereignen kann. Wiederholt überprüfen Ausblicke in die Zukunft die Richtung des Prozesses. Die Vergangenheit wird nur dann in kurzen Sequenzen Thema, wenn sich das als sinnvoll für das Verständnis erweist. Ich vereinbare Beobachtungsaufgaben oder kurze Verhaltensübungen für den Alltag, damit ein kontinuierlicher Therapieprozess entsteht und die gefundenen Lösungsansätze überprüft werden. Als Phasen lassen sich (oft ineinander übergehend) beschreiben

  • ein gemeinsames Verständnis für die Situation finden
  • Raum und Kraft für Veränderung finden oder schaffen
  • gangbare, in der Wesenslogik erlaubte Wege für den Wandel finden
  • die Zu-Wendung übend und handelnd erstarken lassen und dann
  • eine neue Stabilität finden und als Gewohnheit etablieren.

Photo: Boris Kaip

Ein humanes Biotop gestalten

Oft ist es ein Neugestalten der Umgebung. Es gilt ökologisch und bio-psycho-sozial, eine Nische dieser Welt zu finden, die einem Menschen ein besseres Gedeihen ermöglicht. Alle Lebewesen sind im Werden. Deshalb sind Veränderungen häufige Ereignisse. Veränderung durch Abtrainieren ist schwer, weil Gewohnheiten „eingefleischt“ sind. Verhalten stabilisiert sich ergänzend auf vielen Ebenen.

Erkennbar sind gute Lösungen daran, dass sie leicht sind, hell und selbstverständlich anmuten. Solche Lösungen werden immer wieder gelebt, daher geübt und rasch zu einer neuen Gewohnheit. Auch Entscheidungen sind ein häufiges Ereignis. Allein das Lenken eines Fahrzeuges erfordert viele rasche Entscheidungen. Mühe und Schwere entsteht dann, wenn Konsequenzen von Entscheidungsalternativen abgelehnt werden.

Es kann Ergebnis einer Therapie sein dass sich herausstellt, dass sich das Angebot des/der TherapeutIn für den/die KlientIn nicht eignet. Es kann auch sein, dass die Entscheidung entsteht, nichts ändern zu wollen.

Photo: Boris Kaip